Preis des Johann-Heinrich-Voß-Literaturhauses: Doris Wille ausgezeichnet
Foto: Charis Kataki
Für ihre Übersetzung des literarischen Essays Die Nadeln des Aufstands. Eine Kulturgeschichte des Strickens von Katerina Schiná wurde Doris Wille mit dem diesjährigen Preis des Johann-Heinrich-Voß-Literaturhauses der Stadt Penzlin geehrt. Das Original wurde mit dem Griechischen Staatspreis für Literatur in der Kategorie Essay-Kritik ausgezeichnet. Die deutsche Übersetzung, beim Verlag Edition Converso erschienen, wurde 2021 in die Sachbuch-Bestenliste von ZDF, Deutschlandfunk Kultur und DIE ZEIT aufgenommen.
Aus der Begründung der Jury: „Die Fachjury ist sich einig, dass sich die Kriterien für die Beurteilung einer Übersetzung nicht allein aus der Betrachtung des deutschen Textes ergeben, sondern dass auch der Umfang der Vorarbeit, die Erschließung von historischen, kulturellen und sprachlichen Hintergründen des Originals, die Reflexion über die Probleme des Transports von der Ausgangs- in die Zielsprache sowie das Gesamtbild bzw. die editorische Sorgfalt von Bedeutung sind. […] Doris Wille hat […] eine Publikation geschaffen, die die griechische Originalausgabe originell erweitert.“
Die Übersetzerin Doris Wille, geboren 1958 in Warburg, lebt in Griechenland auf der Insel Kefalonia. Sie studierte Germanistik und Kunstgeschichte und absolvierte ein Aufbaustudium in Journalistik und Öffentlichem Recht. Außerdem ist sie stattlich geprüfte Übersetzerin. Seit Mitte der 1990er-Jahre übersetzt sie griechische Literatur sowie Texte aus Kultur und Zeitgeschichte, unter anderem von Ersi Sotiropoulos, Christos
Asteriou, Vaggelis Iliopoulos und Titos Patrikios.
Der Preis des Johann-Heinrich-Voß-Literaturhauses der Stadt Penzlin ist mit einer Zuwendung in Höhe von 5.000 Euro dotiert.
Die feierliche Preisverleihung fand am 29. März 2026 im Rahmen einer Festveranstaltung im Johann-Heinrich-Voß-Literaturhaus in Penzlin statt, der NDR berichtete.
Wir gratulieren!
(14.4.2026)