Es war der 80. Geburtstag von Susanna Brenner-Rademacher, der geschätzten Übersetzerin amerikanischer und englischer Literatur, der im Jahr 1979 Anlass gab, zu ihren Ehren den Hieronymusring zu stiften. Möglich wurde dies durch die finanzielle Unterstützung des Rowohlt Verlags und das persönliche Engagement von Heinrich Ledig-Rowohlt und Helmut Frielinghaus, dem damaligen Lektor und Leiter der Übersetzungsabteilung bei Rowohlt.

Das Besondere an diesem Ring ist, dass die jeweiligen Träger*innen ihn nach zwei Jahren an eine selbst auserwählte Kollegin oder einen Kollegen für eine herausragende übersetzerische Leistung weitergeben, ähnlich dem Ifflandring für Schauspieler. So bedeutet diese Auszeichnung Ehre und auch Verantwortung, und so war sie von Anfang an gedacht.

Inzwischen wurde der Hieronymusring an nunmehr 20 Trägerinnen und Träger übergeben, zuletzt 2019 an Marianne Gareis.

Seinen Namen verdankt der Ring übrigens dem Kirchenvater Hieronymus, dessen Hauptwerk, die Neuschöpfung des lateinischen Bibeltextes, als Vulgata zum zentralen Dokument der katholischen Kirche wurde. Der heilige Hieronymus gilt als Schutzpatron der Übersetzer.

 

Alle Preisträger

2019
Marianne Gareis
Laudatio von Gabriele Leupold
Dankesrede von Marianne Gareis

2017
Gabriele Leupold
Laudatio von Miriam Mandelkow
Dankesrede von Gabriele Leupold

2015
Miriam Mandelkow
Laudatio von Frank Heibert
Dankesrede von Miriam Mandelkow

2013
Frank Heibert
Laudatio von Karin Krieger
Dankesrede von Frank Heibert

2011
Karin Krieger
Laudatio von Ulrich Blumenbach
Dankesrede von Karin Krieger

2009
Ulrich Blumenbach

2007
Susanne Lange

2004
Elisabeth Edl

2002
Hanns Grössel

1999
Brigitte Große

1997
Stefanie Schäfer

1995
Hartmut Fähndrich

1993
Ruth Achlama

1991
Andreas Klotsch

1989
Sylvia List

1987
Ilma Rakusa

1983 und 1985
Inge von Weidenbaum und Christine Koschel

1981
Kai Molvig

1979
Susanna Brenner-Rademacher