Die Zusammenarbeit zwischen Übersetzer·innen und Lektor·innen gestaltet sich mitunter schwierig. Bei Fragen der Art „Wie weit soll/darf sich eine Übersetzerin vom Original entfernen, wie stark ein Lektor die Übersetzung ‚glätten‘? Wie viel Fremdheit darf der Leserschaft zugemutet werden?“ geraten sie beinahe zwangsläufig „über Kreuz“.

Diese Differenzen, stereotyp aufgefasst, können die Kommunikation zwischen beiden Seiten behindern, bergen allerdings ein enormes kreatives Potenzial, das es zu aktivieren gilt. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Diskussion der Textproben aus der je „eigenen Werkstatt“, die mit der Bewerbung eingereicht wurden. Aus dieser Doppelperspektive von Lektor·innen und Übersetzer·innen werden die unterschiedlichen Probleme der Übersetzung aus diversen Sprachen in die Zielsprache Deutsch erörtert.

Per Rollentausch – Lektor·innen übersetzen, Übersetzer·innen lektorieren – wird die eigene Tätigkeit reflektiert und mit kreativen Schreibübungen das literarische Sensorium verfeinert. Gastreferent Hans ten Doornkaat wird in einem Kurzworkshop auf die Verbindung zwischen Wort und Illustration eingehen. Ziel des gesamten Workshops ist im besten Falle eine substanzielle Verbesserung der Arbeitsbeziehungen im Übersetzungslektorat.

Wann & wo? Vom 18.–22. November 2020
im Übersetzerhaus Looren, Looren 1, Wernetshausen (Schweiz)

Leitung: Alice Grünfelder und Tobias Scheffel
Bewerbungsschluss: 19. August 2020 

Weitere Informationen in der Ausschreibung (PDF) auf der Seite des Deutschen Übersetzerfonds

Ein Weiterbildungsangebot in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Übersetzerfonds im Rahmen der Akademie der Übersetzungskunst. Gefördert von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.