Fakt ist, dass sich Literatur und Musik gut verstehen, deswegen begleiten sie einander so häufig. Cortázar sagte: „Meine Arbeit als Schriftsteller spielt sich dort ab, wo es auch einen Rhythmus gibt, der nichts mit Reimen oder Alliterationen zu tun hat, sondern mit einer Art von Pulsschlag, einem Swing, wie man im Jazz sagt…“

Der Workshop widmet sich der literarischen Übersetzung mit Blick auf die musikalischen Aspekte der Erzählung. Es wird den Rhythmen, Melodien, Pausen, Themen und dem stets aufschlussreichen Ton Gehör geschenkt. Die Aufmerksamkeit gilt der Prosodie des Spanischen und des Deutschen. Der Übersetzer wird zu jemandem, der ein Musikstück interpretiert, und gemeinsam entdecken wir, wie das laute Lesen dazu beiträgt, in bestimmten Fällen die Klippen der Literaturübersetzung zu überwinden, ganz im Sinne Benjamins. Ziel des Workshops ist es, einen fruchtbaren Raum für den interdisziplinären Austausch zwischen dem Spanischen und dem Deutschen rund um die Literaturübersetzung zu schaffen.

Es werden vor allem Auszüge aus drei Romanen gründlich gelesen und übersetzt, in denen sich die Klangkomponente mit großer Natürlichkeit über den Erzählstrang legt: 

  • Die neuen Leiden des jungen W. von Ulrich Plenzdorf                          
  • El invierno en Lisboa von Antonio Muñoz Molina
  • Der Weg nach Oobliadooh von Fritz Rudolf Fries 

Wann und wo? Ab 24. Oktober, jeweils donnerstags von 18:30–21:00 Uhr,
Instituto Cervantes, Rosenstr. 18, 10178 Berlin

Kosten: 80 Euro. Weitere Informationen per E-Mail, Anmeldung online