Schon wieder nicht geschlafen, weil du morgen deine neue Übersetzung präsentieren darfst? Als Übersetzer*in kennst du das Buch bestens, hast dir schon Unmengen von Notizen gemacht, und trotzdem findest du den Anfang für deine Moderation nicht?

Alle diese Schwierigkeiten kennen wir Literaturübersetzer nur allzu gut – denn vielleicht ist es nicht nur Zufall, dass wir einen Beruf gewählt haben, bei dem wir oft allein und abgeschirmt im Büro sitzen (dürfen). Und trotzdem freuen wir uns, unsere Arbeit vorzustellen, und dies zu tun ist auch eine Form von PR – sowohl für das Buch als auch für uns selbst und unseren Berufsstand, woraus oft neue, spannende Chancen entstehen. Manchmal „müssen“ wir sogar solche öffentlichen Auftritte absolvieren, weil unser Lieblingsverlag uns darum bittet oder weil keine*r so gut wie wir den Autor/die Autorin auf Lesereise begleiten kann, denn im Laufe der Zeit ist vielleicht eine Freundschaft entstanden.

Manchmal braucht es gar nicht so viel, um die ersten Schwierigkeiten zu überwinden. In der Überzeugung, dass diese nicht immer nur „technischer Natur“ sind, bieten wir in Leipzig ein neuartiges Seminar an, das gestalttherapeutische Elemente mit dem klassischen Werkzeugkasten kombiniert. Und am Ende werden wir zum Hieronymustag im Literaturhaus Leipzig auftreten, um unsere Fortschritte zu feiern.

Nach der Anreise am 27.09. wird Robert Mechs (kammerdessprechens.de) am 28.09. ein gestalttherapeutisches Sprechtraining anbieten und Janina Bittner wird als Schauspieldozentin mit uns Feinheiten zu Körperhaltung und Bühnenpräsenz üben. Am 29.09. wird uns Tino Dallmann – Moderator, mdr-Hörfunkjournalist und Dozent – die Tricks einer gelungenen Moderation nahebringen, ergänzt durch Tipps für internationale Lesereisen von Roberta Gado.

Am Ende des Seminars steht dann der Hieronymustag (30.09.), an dem wir mit Übersetzerlesungen im Haus des Buches und in der Senfbude auf die Bühne gehen werden, denn das Seminar ist ganz praktisch angelegt.

Vollständige Ausschreibung