VdÜ: Aktuelles Einkommensdossier zeigt: Der gesamte Berufsstand ist akut gefährdet.
Bei der VdÜ-Mitgliederversammlung am 7. März in Kiel hat die VdÜ-Honorarkommission ihr jüngstes Einkommensdossier vorgestellt. Das Fazit: Literaturübersetzende sind hervorragend ausgebildete Kulturvermittler, die als „Motor der Literatur“ Menschen über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg verbinden. Dennoch ist ihr Einkommen aufgrund strukturell asymmetrischer Machtverhältnisse in der Buchbranche seit Jahrzehnten extrem niedrig und obendrein real rückläufig. Die Stärkung der Kreativen, die der Gesetzgeber mit den Novellen des Urheberrechts seit 2002 explizit angestrebt hat, wurde nicht erreicht.
Die prekäre Lage der Betroffenen erfordert dringend weitere Maßnahmen, beispielsweise im Bereich der staatlich finanzierten Übersetzungsförderung, durch eine substanzielle Erhöhung der Bibliothekstantiemen und durch Stärkung kollektiver Elemente, wie es der Bericht „Angemessene Vergütung insbesondere im Bereich Streaming und Plattform-Ökonomie/Reform des Vergütungssystems für gesetzlich erlaubte Nutzungen im Urheberrecht“ des DIW (im Auftrag des BMJ) nahelegt. Inzwischen ist der gesamte Berufsstand akut gefährdet.
Vollständiges Einkommensdossier hier.
(9.3.2026)