Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis: Helene Seidler und Gundula Schiffer geehrt
Helene Seidler (Foto: privat) und Gundula Schiffer (Foto: Rebecca Peetz)
2025 geht der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis für die Sprachrichtung Hebräisch–Deutsch an Helene Seidler, wie Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, bekanntgab. Seidler erhält den Preis für ihre Arbeit an Unter Freunden stirbt man nicht der israelischen Schriftstellerin Noa Yedlin. Die Jury urteilt: „Helene Seidler ist es gelungen, das fragile Beziehungsgeflecht der verschiedenen Stimmen des Romans mit feinem Gespür für die oft abgründige Ironie ins Deutsche zu übertragen und das Kippen vom Harmlosen ins Unheimliche und Monströse stilsicher wiederzugeben.“
Ebenfalls bekanntgegeben wurde nachträglich die Auszeichnung für 2022; diese ging an Gundula Schiffer für ihre Übersetzung von Aharon Appelfelds Sommernächte. Aus der Beurteilung der Jury: „Die Übersetzerin Gundula Schiffer hat den ganzen Mut, die ganze Verzweiflung der beiden Protagonisten ebenso wie die stille Intensität des Erzählers großartig ins Deutsche übertragen.“
Der Deutsch-Hebräische Übersetzerpreis ist zum 50. Jubiläum der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern im Jahr 2015 ins Leben gerufen worden. Neben den rein literarischen Gattungen (Roman, Lyrik, Drama) können auch Übersetzungen von Essays und anspruchsvollen Sachbüchern berücksichtigt werden. Auf hebräischer Seite ging der Preis 2025 an Ido Abravaya. Die Auszeichnung ist mit jeweils 10.000 € dotiert.
Die Preisverleihung für beide Jahrgänge soll 2026 in Israel stattfinden.
Weitere Informationen auf der Seite des Literarischen Colloquiums Berlin.
Wir gratulieren!
(13.12.2025, zuletzt aktualisiert am 14.12.2025)