Der Jubiläumscomic des VdÜ

Beim diesjährigen Salon der grafischen Literatur in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin wird es erstmals einen Stand von Übersetzer*innen mit Spezialisierung auf dieses Medium geben.

Der Salon der grafischen Literatur ist ein Fachtag für das Medium Comic, bei dem Verlagshäuser aus dem Comicbereich ihre aktuellen und kommenden Programme präsentieren, Comic-Künstler*innen in exklusiven Lesungen und Talk-Panels Einblicke in aktuelle und noch im Entstehen begriffene Graphic-Novel-Projekte geben und der deutschen Comicverlagswelt eine Plattform geboten wird, um sich mit Journalist*innen, Buchhändler*innen, Literatur-Vermittler*innen, Bibliothekar*innen, Veranstaltungsexpert*innen und Pädagog*innen zu vernetzen und auszutauschen. 2024 haben laut der offiziellen Ankündigung 21 Verlage am Salon teilgenommen, darunter Edition Moderne, Carlsen, avant-verlag, Egmont, Knesebeck, Reprodukt, Jacoby & Stuart, Splitter und LOEWE.

Dieser Rahmen ist ideal, um Menschen von Verlagen und Presse für unseren Part als Übersetzer*innen bei internationalen Publikationen auf dem hiesigen Comicmarkt zu sensibilisieren. Allzuoft werden wir mit dem Argument „Die Bilder sind doch viel wichtiger“ bei der Präsentation von Werken vergessen, doch dass es im deutschsprachigen Raum erscheinen kann, wäre ohne uns nicht möglich.

Deshalb sind Manga- und Comicübersetzer*innen am 22.5.2025 im „Comixbad“ von 10:00 bis 17:00 Uhr am eigenen Stand präsent. Es wird Kontakt- und Austauschmöglichkeit und jede Menge Informationen zu unserem Beruf geben, zu aktuellen Aktionen von uns und den Themen, die uns gerade umtreiben: Sichtbarkeit – Nennung nicht nur im Impressum, Potenziale der Zusammenarbeit wie Nutzung von Übersetzer*innen-Expertise auch in (Marketing-)Arbeit für und mit Autor*innen, Überleben als Manga-/Comicübersetzer*in, Urheberrecht, Kreativität und Übersetzung mit KI.

Um 16:30 Uhr rundet die Vorstellung des VdÜ-Jubiläumscomics Im Kopf der Übersetzerin. Wie Menschen übersetzen das Bühnenprogramm ab (Szenario: Tomasz Pindel, Zeichnungen: Daniel Chmielewski, Berenika Kołomycka, Robert Sienicki, Jacek Świdziński, Fanny Voucher; deutsche Ausgabe: Übersetzung aus dem Polnischen: Dorothea Traupe, Titelbild,
Lettering: Jona Neugebauer). Darin wird geistreich dargestellt, was das eigentlich für ein Job ist. Anschließend folgt eine Diskussion und dann klingt der Salon bei einem Gläschen Sekt aus.

Wer mag noch mitmachen? Die Initiative für diese Aktion kam von Lea Hübner im Gespräch mit Salon-Organisator Filip Kolek, tatkräftig unterstützt sie Hanna Reininger – aber es werden noch Mitstreiter*innen für die Standbetreuung gesucht. Auch genereller Zulauf von Kolleg*innen ist gern gesehen.

Interessierte schreiben an leahuebner(at)web.de oder hanna_reininger(at)hotmail.com.

(2.4.2025)