„Ich wusste, dass ich es tun würde. Ein Loch in die Mauer des Schweigens schlagen, mich hindurchzwängen. Meiner Großmutter in die Augen sehen und sagen: Betsy.“

Mein wahrer Name ist Elisabeth ist ein autobiographisches Buch, in dem sich die Autorin Adèle Yon dem Lebensschicksal ihrer Urgroßmutter zuwendet, deren Internierung und Lobotomisierung. Entstanden ist eine Mischung aus Familien-Recherche, Essay und Selbstbefragung, die zu einem der größten französischen Buchereignisse des letzten Jahres wurde und nun in der Übersetzung von Sula Textor erschienen ist. In ihrem TOLEDO-Journal erzählt die Übersetzerin eindrücklich, wie sich sowohl Sprache als auch Sprachlosigkeit der vielen Briefe, Gespräche und einmontierten Krankenakten – eine „bürokratische Zeitreise“ – in ihr fortsetzen, als eine körperliche Erschütterung.

Wann und wo? Am Montag, 21. September 2026, um 19:30 Uhr im Literarischen Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Eintritt: 9 € / 5 €

Tickets und weitere Informationen auf der Veranstaltungsseiten des LCB und des TOLEDO-Programms