Bücherstapel der Shortlist für den Internationalen Literaturpreis 2019

Shortlist für den Internationalen Literaturpreis 2019, Foto: HKW

Aus dem Text der Jury:

„Sechs Bücher, die uns in die Ferne führen, bis in die mexikanische Provinz und ins australische Grenzland, ins Serbien der Bürgerkriegsjahre und der Gegenwart, nach Israel und in das Polen der Holocaust-Gedenkstätten. Und ins fernste Innere, in die Verliese des Gedächtnisses, in das Zwischenreich, wo das Sterben in den Tod und dann in die Leere übergeht. Zu lachen gibt es wenig in diesen Büchern, deren Autorinnen und Autoren zwischen 1937 und 1982 geboren wurden – schicksalsergeben sind sie nicht. Die gebündelte Wut, der böse Witz, eine auf Empfang gerichtete Introspektion, all das sind Quellen der Ermächtigung. Und so sind diese sechs Bücher, jedes auf seine Weise, ein inspirierender Tribut an die Wirkmacht der Literatur.“

Und das sind die Nominierten:

Claudia Simma für Hélène Cixous: Meine Homère ist tot … (aus dem Französischen)

Terézia Mora für Zoltán Danyi: Der Kadaverräumer (aus dem Ungarischen)

Dagmar Ploetz für Ariana Harwicz: Stirb doch, Liebling (aus dem Spanischen)

Angelica Ammar für Fernanda Melchior: Saison der Wirbelstürme (aus dem Spanischen)

Rainer G. Schmidt für Gerald Murnane: Grenzbezirke (aus dem Englischen)

Ruth Achlama für Yishai Sarid: Monster (aus dem Hebräischen)
 

Mehr zu Geschichte, Dotierung und Shared Readings zur Shortlist auf den Seiten des HKW. Ein Reader zur Shortlist liegt in einigen Buchhandlungen aus.