Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2026: Timea Tankó ausgezeichnet
Foto: Konstantin Déry
Timea Tankó wird für ihre herausragende Übersetzung des Romans Die Aussiedlung des rumänisch-ungarischen Autors András Visky mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2026 ausgezeichnet. Der Preis würdigt zugleich ihr übersetzerisches Lebenswerk.
Die Jury, der die Übersetzerinnen Nicola Denis, Ina Kronenberger, Silke Kleemann, Maria Rajer und der Übersetzer Jan Wilm angehören, begründet ihre Entscheidung wie folgt: Die Übersetzung von Timea Tankó besticht durch eine ungeheure schöpferische Tiefe. Wie in einem einzigen Atemzug trägt sie uns durch das Werk, das äußerst poetisch von menschlicher Tragik und vom mutigen Überleben erzählt. An keiner Stelle erlöst uns das Buch mit einem Schlusspunkt, beflügelt uns jedoch – wie die brillante Übertragung – durch die lebendige, stilistisch schillernde Sprache. Durchdrungen von Assonanzen und Alliterationen lässt Timea Tankó, zwischen Pathos und Ironie, Weltverbundenheit und Metaphysik, perfekt rhythmisiert den Funken überspringen. Eine großartige übersetzerische Leistung!
Der mit 12.000 Euro dotierte Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis wird alle zwei Jahre vom Freundeskreis zur Förderung literarischer und wissenschaftlicher Übersetzungen e. V. für eine herausragende Prosa-Übersetzung ausgeschrieben. Die Verleihung findet am 5. September 2026 im Rahmen der Jahrestagung des Verbands deutschsprachiger Übersetzer/innen literarischer und wissenschaftlicher Werke e. V. in Wolfenbüttel statt.
Wir gratulieren!
(21.7.2026)