Fünf ist eine gute Zahl – Zum Internationalen Tag des Übersetzens 2013

Die Zeit rennt immer noch im Sauseschritt … und schwupps! ist schon bald wieder September. Genauer gesagt, der 30. September. Der Tag, an dem auch wir - hoffentlich wieder mit zahlreichen interessanten Veranstaltungen – den Internationalen Tag des Übersetzens begehen, den Hieronymustag. Und zwar bereits zum fünften Mal!

Ein kleines Jubiläum und somit guter Anlass für einen kurzen Rückblick.

Alles begann 2008. Im Gefolge der stürmischen Mitgliederversammlung in Köln tauchte immer wieder die Frage auf, wie wir vor allem unsere Arbeit, daneben aber auch die Bedingungen, unter denen wir sie verrichten, besser in der Öffentlichkeit sichtbar machen könnten. Eine rege Diskussion im Forum und anderswo führte schließlich dazu, dass sich einige Monate später im Übersetzer-Café auf der Frankfurter Buchmesse ein kleines Grüppchen zusammenfand, um zunächst einmal die Grobplanung in Angriff zu nehmen – Susanne Baghestani, Brigitte Große, Irmgard Hölscher und ich. Bald waren die wichtigsten Eckpunkte gefunden: dezentrale Veranstaltungen in ganz Deutschland, Entwurf eines Plakates mit Wiedererkennungswert, Aufruf an unsere Mitglieder, Öffentlichkeitsarbeit, Nutzung der Homepage für gebündelte Informationen zu den Veranstaltungen (Planung und Nachlese), Bereitstellung finanzieller Mittel durch den Vorstand. Ziel: den Internationalen Tag des Übersetzens am 30. September auch in Deutschland zu einem festen Termin im Jahreslauf zu machen und für eine vielfältige Präsentation unserer Arbeit zu nutzen. Einige allzu hoch fliegende Träume mussten wir (wie nicht anders zu erwarten) leider auch begraben - von einer Schirmherrschaft des Bundespräsidenten über eine riesengroße zentrale Veranstaltung in wechselnden Städten bis zur sofortigen umfassenden Berichterstattung in den Medien.

Dafür war die Resonanz unter den Mitgliedern ungeheuer positiv. Die Jahrestagung in Wolfenbüttel sowie Stammtische, Übersetzertreffs, Rundbrief und Homepage wurden genutzt, um die bereits geplanten Veranstaltungen publik zu machen und um weitere Teilnehmer zu werben. Die Liste, die wir anlegten, wurde länger und länger. Und es stellte sich heraus, dass wir einen oft als nachteilig empfundenen Umstand auch zu unserem Vorteil nutzen können – nämlich unsere Verstreutheit.

Ende September 2009 war es dann soweit. Um den 30. herum gab es insgesamt 20 von Mitgliedern des VdÜ organisierte Veranstaltungen in 8 Städten (Berlin, Bremen, Frankfurt a. M., Freiburg, Hamburg, Köln, Leipzig und Zürich). Die meisten sind heute immer noch dabei.

Ein Jahr später, 2010, gab es 20 Veranstaltungen in 10 Städten (Berlin, Bremen, Erlangen, Frankfurt a. M., Freiburg, Hamburg, Leipzig, München, Stade und Winterthur).

Für 2011 registrierten wir 14 Veranstaltungen in 11 Städten (Berlin, Bremen, Bremerhaven, Frankfurt a. M., Freiburg, Hamburg, Köln, Leipzig, Saarbrücken, Wuppertal-Elberfeld und Zürich).

Und in der Bilanz für 2012 schließlich stehen 14 Veranstaltungen in 8 Städten (Berlin, Bremen, Düsseldorf, Freiburg, Göttingen, Hamburg, Frankfurt a. M., München).

Der Kreis der „traditionell“ Beteiligten umfasst inzwischen u. a. die Weltlesebühne e. V., die Bücherfrauen und die Theaterübersetzer von Drama Panorama. Auch Die Fähre e. V. in Leipzig begeht den Tag jedes Jahr mit einer Veranstaltung. Und der Landesverband Berlin-Brandenburg des BDÜ wird in diesem Jahr seine Mitglieder aus demselben Anlass bereits zum dritten Mal zu einem gemütlichen, erhellenden Abend einladen.

Der Internationale Übersetzertag, 1991 von der FIT ausgerufen, wird heute nicht nur in der Schweiz, Österreich und zahlreichen anderen Ländern begangen, sondern eben auch in Deutschland. Angesichts dieser Bilanz kann man getrost behaupten, dass der 30. September inzwischen einen festen Platz in unserem Jahreslauf erobert hat und für Veranstalter wie Publikum zu einer kleinen Tradition geworden ist.

Dafür gebührt allen, die sich Jahr für Jahr frisch und fröhlich engagieren – unseren Mitgliedern, den beteiligten Bibliotheken, Buchhandlungen, Literaturhäusern und Sponsoren – ein riesengroßer Dank. Und natürlich auch dem Vorstand, der die Initiative nach wie vor mit Rat und Tat unterstützt!

Bitte beteiligt euch auch im Jubiläumsjahr mit mannigfaltigen Ideen an zahlreichen „alten“ und neuen Orten! Meldet eure Veranstaltungen bis spätestens 9. September bei mir, damit wir sie rechtzeitig auf der Homepage einstellen können.

Ich bin gespannt, ob es uns allen gemeinsam gelingt, im Jubiläumsjahr 2013 die Schallmauer von 20 Veranstaltungen wieder zu erreichen oder, noch besser, zu durchbrechen und weit hinter uns zu lassen. Das diesjährige Plakat ist bereits in Arbeit und wird rechtzeitig auf der Homepage abrufbar sein. Darüber hinaus können auf Anforderung auch zum Layout des Plakates passende Druckvorlagen für Flyer erstellt und per E-Mail zum Ausdrucken zugesandt werden. Die Kosten dafür übernimmt auch diesmal wieder der Verband. Diesbezügliche Anfragen sollten bis spätestens 9. September bei mir eintreffen, damit genügend Zeit für die Bearbeitung und Zusendung der Druckdatei an Euch verbleibt. Hinweis: Sämtliche Anfragen können aus terminlichen Gründen erst ab dem 9. September bearbeitet werden.

Was wünsche ich uns für die hoffentlich vielen Jahre, die auf das fünfte folgen werden? Sehr viele „Nochs“! Noch mehr begeisterte Teilnehmer, Lesende und gläsern Übersetzende. Noch mehr interessierte Zuhörer. Ein noch breiteres öffentliches Bewusstsein für unsere Arbeit und unseren Kampf um angemessene Vergütung und Beteiligung. Noch mehr Medienaufmerksamkeit.

In diesem Sinne: Auf ein Neues!

Katrin Harlaß
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