Übersetzerbarke

Die Übersetzerbarke

Der 2004 erstmals ausgelobte Preis wird vom Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) an übersetzerfreundliche Verleger oder Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen.

In Sachen Übersetzernennung, Vertragsgestaltung und anderen Fragen, die den Umgang mit unserem Berufsstand betreffen, gibt es im Verlagswesen und der Presse etliche schwarze Schafe und viele graue Mäuse, aber auch ein paar leuchtende Beispiele. Um das Gute zu fördern, ist die undotierte Auszeichnung in Form eines Kunstwerks geschaffen worden, das für das Übersetzen in seiner konkreten wie übertragenen Bedeutung steht.

 

Bisherige Preisträger:

2015 Elke Schmitter
2014 Katrin Lange
2013 Bärbel Flad
2012 Burkhard Müller
2011 Beate Frauenschuh
2010 Jürgen Dormagen
2009 Jürgen Jakob Becker
2008 Dörlemann-Verlag
2007 Denis Scheck
2006 Dr. Maike Albath
2005 Unionsverlag (Zürich)
2004 marebuchverlag (Hamburg)

 

Übersetzerbarke 2015 an Elke Schmitter

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Literaturübersetzer ging 2015 an die Literaturkritikerin und Autorin Elke Schmitter.


Die Preisträgerin Elke Schmitter bei ihrer Dankesrede. (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Elke Schmitters offener und präziser Blick auf die Weltliteratur nimmt Themen, Komposition und sprachliche Gestaltung der von ihr besprochenen Werke wahr; überdies gehört sie zu den besonderen Literaturkennern, die im Falle übersetzter Werke mitreflektieren und ebenso floskelfrei-anschaulich wie kritisch beschreiben können, wie der Text ins Deutsche gebracht wurde. Ihre diesbezügliche Sprachsensibilität stellt sie seit Jahren auch bei Vorträgen zum Thema Übersetzen sowie durch ihre Mitgliedschaft in der Stipendienjury des Deutschen Übersetzerfonds unter Beweis. Ob als Feuilletonistin für die taz, Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung oder seit 2001 als Kulturredakteurin beim Spiegel – seit mehr als zwanzig Jahren demonstriert Elke Schmitter mit großer Differenziertheit und Selbstverständlichkeit, dass die Betrachtung des übersetzerischen Schaffens zur Literaturkritik gehört und diese weiterbringt.

Für ihr konstruktives und inspirierendes Wirken wurde ihr am 14. Oktober 2015 auf der Frankfurter Buchmesse im "Weltempfang. Zentrum für Literatur, Politik und Übersetzung" die Übersetzerbarke überreicht. Die Rede zur Verleihung (PDF) hielt der 1. Vorsitzende des VdÜ, Hinrich Schmidt-Henkel. Wir danken der Preisträgerin, dass Sie hier auch ihre Dankesrede (PDF) nachlesen können.

Die Übersetzerbarke 2015 wurde eigens angefertigt von Nicol Kämmerer, Goldschmiedin und Objektkünstlerin in Freiburg. Das Objekt "Barca" aus Stahl, Holz, Organza und Blattgold lebt vom Kontrast zwischen der Stabilität eines Stahluntergrunds und der Zartheit des darüber fließenden Organza, über dem die Barke gleitet.

Die unabhängige Jury, bestehend aus Christiane Buchner, Frank Heibert und Tobias Scheffel, und der gesamte VdÜ gratulieren Elke Schmitter ganz herzlich!


Von links nach rechts: Frank Heibert (Jury), Elke Schmitter (Preisträgerin), Nicol Kämmerer (Gestalterin der diesjährigen Barke), Tobias Scheffel (Jury) und Christiane Buchner (Jury) (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

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Übersetzerbarke 2014 an Katrin Lange

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Literaturübersetzer (VdÜ) geht 2014 an Dr. Katrin Lange, Programmreferentin am Literaturhaus München.


Die Preisträgerin Katrin Lange bei ihrer Dankesrede. (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Dank ihr weiß man dort gut, wie stark die Weltliteratur nicht allein von ihren AutorInnen, sondern auch von ihren ÜbersetzerInnen geprägt wird. Seit vielen Jahren engagiert sich Katrin Lange an der Schnittstelle zur 
Öffentlichkeit, in dem sie ÜbersetzerInnen im Literaturhaus eine Bühne gibt und Literaturübersetzung in Veranstaltungen und Tagungen zum Thema macht. Außerdem setzt sie sich durch Organisation und Mitkonzeption von Übersetzerseminaren anderer Veranstalter am Haus für Qualitätssicherung und -steigerung ein.

Das alles tut sie fröhlich und offen, kompetent und beharrlich, und dafür wurde ihr am 8. Oktober 2014 im “Weltempfang. Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung” der Frankfurter Buchmesse die Übersetzerbarke überreicht. Die Rede zur Verleihung (PDF) hielt der 1. Vorsitzende des VdÜ, Hinrich Schmidt-Henkel. Wir danken der Preisträgerin, dass Sie hier auch ihre Dankesrede (PDF) nachlesen können.


V. l. n. r.: Die Künstlerin (Karin Hüf), die Preisträgerin (Katrin Lange) und die Jury (Tobias Scheffel, Christiane Buchner, Frank Heibert).  (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

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Übersetzerbarke 2013 an Bärbel Flad

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht 2013 an die Lektorin Bärbel Flad.


Vor der Verleihung: Mascha Tietze (2. v. l.), langjährige Mitstreiterin bei den Aufbauseminaren „Wie redigiere ich mich selbst“, und Preisträgerin Bärbel Flad 2013 (rechts). (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Die Literaturübersetzer verdanken ihr viel. Preisträgerin der Übersetzerbarke des VdÜ ist 2013 Bärbel Flad, die über 30 Jahre im Verlag Kiepenheuer & Witsch für Weltautoren wie Don DeLillo, Gabriel García Márquez, Nathalie Sarraute, Julian Barnes u.v.a. verantwortlich war. Unzählige ÜbersetzerInnen und ihre Übersetzungen haben von der Zusammenarbeit mit ihr profitiert. Ihre Kenntnisse, wie man auch gute Texte noch verbessern kann, hat sie an zahlreiche jüngere KollegInnen weitergegeben, ebenso an die vielen TeilnehmerInnen ihrer legendären Übersetzerseminare, die sie weiterhin hält. Ausgezeichnet wird Bärbel Flad für ihr unbestechliches Sprachgefühl, ihre ansteckende Liebe zur Literatur und ihr verlässliches Engagement für die Sache der Literaturübersetzer im Verlag wie in der Öffentlichkeit.

Jury: Christiane Buchner, Frank Heibert, Tobias Scheffel


Hinrich Schmidt-Henkel überreicht die Übersetzerbarke 2013, gestaltet von dem in Bonn lebenden italienischen Maler Enrico Calderoni. (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Die Übersetzerbarke wurde am 9. Oktober 2013 im "Weltempfang. Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung" der Frankfurter Buchmesse überreicht. Die Rede zur Verleihung hielt der 1. Vorsitzende des VdÜ, Hinrich Schmidt-Henkel. Wir danken der Preisträgerin, dass Sie hier auch ihre Dankesrede nachlesen können.

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Übersetzerbarke 2012 Burkhard Müller

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht 2012 an den Literaturkritiker und Publizisten Burkhard Müller.


Burkhard Müller präsentiert die Übersetzerbarke 2012, gestaltet von dem Berliner Künstler Martin Lechner. (Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Nach dem Urteil der Jury zeichnet Burkhard Müller aus, dass er "seit vielen Jahren fundiert vergleichend, interessiert analysierend und respektvoll die verschiedensten Übersetzungen großer literarischer Werke würdigt." Vor allem in seinen Literaturkritiken in der Süddeutschen Zeitung offenbart Burkhard Müller, der an der Technischen Universität Chemnitz auch als Dozent für Latein tätig ist und seine akademische Laufbahn mit einer Dissertation über den Sprachkritiker Karl Kraus eröffnete, eindrucksvoll seine philologische Expertise, die bei übersetzten Werken auf der Grundlage seiner hohen Sensibilität für den Vorgang und die Problematik des Übersetzens regelmäßig in akribisch genaue, differenzierte und mitunter scharf pointierte Übersetzungskritik mündet.

Jury: Eva Moldenhauer, Grete Osterwald, Reinhard Kaiser.

Die Übersetzerbarke wurde am 10. Oktober 2012 im "Weltempfang. Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung" der Frankfurter Buchmesse überreicht. Die Rede zur Verleihung von Hinrich Schmidt-Henkel wurde in Vertretung des 1. Vorsitzenden von Luis Ruby, dem 2. Vorsitzenden, verlesen. Wir danken dem Preisträger, dass Sie hier auch seine während der Zeremonie frei gehaltene Dankesrede nachlesen können.

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Übersetzerbarke 2011 Beate Frauenschuh

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht 2011 an Beate Frauenschuh, Lektorin der Stadtbücherei Heidelberg.

Übersetzerbarke 2011 Beate Frauenschuh
(Foto: privat)

Beate Frauenschuh, die in der Stadtbücherei Heidelberg für das Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm zuständig ist, setzt dort seit Jahren auf die Kompetenz von Literaturübersetzern als sachkundigen Vermittlern von Weltliteratur. In zahlreichen von ihr initiierten Veranstaltungsreihen stellten Übersetzer das Werk ihres Lieblingsautors vor, lasen Autoren und Übersetzer gemeinsam oder präsentierten Übersetzer ihre druckfrischen Arbeiten. Zu einer Einrichtung geworden ist die Werkschau „Übersetzen im Dreieck“, eine Ausstellung, die Übersetzerinnen und Übersetzer der Region anhand ihrer aktuellen Werke portraitiert.

Jury: Eva Moldenhauer, Grete Osterwald, Reinhard Kaiser.

Die Übersetzerbarke wurde am 12. Oktober im "Weltempfang. Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung" der Frankfurter Buchmesse überreicht. Die Rede zur Verleihung hielt die langjährige Vorsitzende des Verbandes Helga Pfetsch, die Beate Frauenschuh aus langer Zusammenarbeit in Heidelberg kennt und hoch schätzt. Lesen Sie hier auch die Dankesrede der Preisträgerin.

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2010 Jürgen Dormagen

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht 2010 an Jürgen Dormagen, der seit 1984 als verantwortlicher Lektor das lateinamerikanische Literaturprogramm des Suhrkamp- und Insel-Verlags betreut.

Übersetzerbarke 2010 Jürgen Dormagen
(Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Mit der Übersetzerbarke ehrt der VdÜ in diesem Jahr einen Verlagslektor, der sich durch seinen kundigen und respektvollen, inspirierten und inspirierenden Umgang mit Übersetzern und ihrer Arbeit große Anerkennung erworben hat, der sich darüber hinaus innerhalb seines Verlages mit umsichtiger Beharrlichkeit und mit Erfolg für die Belange der Übersetzer eingesetzt hat und der obendrein nicht müde wird, sein Wissen, seine Erfahrung und sein feines Gespür für Texte immer wieder auch in Übersetzerseminaren mit anderen zu teilen.

Jury: Eva Moldenhauer, Grete Osterwald, Reinhard Kaiser.

Die Übersetzerbarke 2010 wurde am 6. Oktober im Rahmen der Eröffnung des "Weltempfangs. Zentrum für Politik, Literatur und Übersetzung" auf der Frankfurter Buchmesse überreicht.

Applaus für Jürgen Dormagen auf der Frankfurter Buchmesse
(Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Lesen Sie hier die Eröffnungsrede des VdÜ-Vorsitzenden Hinrich Schmidt-Henkel und die Dankesrede des Preisträgers.

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2009: Jürgen Jakob Becker

Die Übersetzerbarke des Verbands deutschsprachiger Übersetzer literarischer und
wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht 2009 an den stellvertretenden Geschäftsleiter
des Literarischen Colloquiums Berlin, Jürgen Jakob Becker.

Begründung der Jury: „Seit Jahren ist Jürgen Becker unter Übersetzern ebenso bekannt wie
beliebt: Er richtet die Übersetzer-Werkstatt aus und gibt dem Deutschen Übersetzerfonds ein
Dach über dem Kopf. Er leitet mit klugem Kopf und geschickter Feder dessen Geschäfte,
organisiert Veranstaltungen mit Übersetzern, bietet ihnen im Literarischen Colloquium eine
vorübergehende Wohnstatt und setzt sich auch gegenüber der Öffentlichkeit stets engagiert
für die Übersetzerzunft ein.“

Jury: Eva Moldenhauer, Grete Osterwald, Reinhard Kaiser.

Die Übersetzerbarke 2009 wurde am 14. Oktober im Rahmen der Eröffnung des Übersetzerzentrums auf der Frankfurter Buchmesse überreicht:

Überreichung der Übersetzerbarke
Jürgen Jakob Becker (links) und der VdÜ-Vorsitzende Hinrich Schmidt-Henkel bei der Überreichung der Übersetzerbarke
(Foto: Frankfurter Buchmesse/Nurettin Çiçek)

Lesen Sie hier die Eröffnungsrede des VdÜ-Vorsitzenden und die Dankesrede des Preisträgers.

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2008: Dörlemann-Verlag

 

Die Übersetzerbarke des Verbandes deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke (VdÜ) geht diesmal an den Dörlemann-Verlag.

Begründung der Jury: "Die Verlegerin Sabine Dörlemann wagt es, weniger bekannte, aber erstklassige ausländische Autoren und weniger bekannte Werke renommierter internationaler Schriftsteller zu publizieren, vertraut sich also seit Bestehen ihres Verlages den Übersetzern an. Zum Beweis ihrer hohen Wertschätzung für deren Kunst hat sie es sich zum Prinzip gemacht hat, die von ihr Auftrag gegebenen Übersetzungen kompetent zu betreuen, fair zu bezahlen und ihren Teil für deren angemessene Würdigung zu leisten."

Die Jury: Kristian Lutze, Christa Schuenke, Claus Varrelmann

Die Übersetzerbarke 2008 wurde am 15. Oktober im Rahmen der Eröffnung des Übersetzerzentrums auf der Frankfurter Buchmesse überreicht:

Übersetzerbarke 2008
Die Verlegerin Sabine Dörlemann mit der Übersetzerbarke 2008
(Foto: Nurettin Cicek)

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2007: Denis Scheck


Am 10. Oktober wurde die Barke 2007 bei der Eröffnung des Übersetzerzentrums auf der Frankfurter Buchmesse an den Literaturkritiker Denis Scheck überreicht. Die Laudatio hielt Gerlinde Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des VdÜ.

Denis Scheck
Denis Scheck (Foto: Nurettin Cicek)

Begründung: "Der Literaturkritiker Denis Scheck erhält die Übersetzerbarke 2007 für sein anhaltendes, nicht nur von Sachkenntnis getragenes, sondern auch mit Witz und Charme vorgetragenes Engagement für die Belange der Literaturübersetzer, insbesondere in deren langjähriger Auseinandersetzung mit den Verlagen um eine angemessene Vergütung ihrer Arbeit.“

Gerlinde Schermer-Rauwolf überreicht die Barke an Denis Scheck
Gerlinde Schermer-Rauwolf überreicht die Barke an Denis Scheck (Foto: Nurettin Cicek)

Der Preis: Die Barke 2007 wurde von dem Berliner Künstler Ralf Behrendt gestaltet. Komponenten dieser Arbeit sind eine verfremdete fotografische Vorlage (Digitalfoto einer Reihe von Ruderbooten), textliche Elemente (Auszüge aus der "Vulgata", der ersten Bibelübersetzung ins gesprochene Latein von Hieronymus, dem Schutzheiligen der Übersetzer, sowie Fragmente von Zufallstexttafeln aus einem Kinderspiel und gedruckte Farbflächen zur Akzentuierung. Durch das sich überlagernde lasierende Übereinanderdrucken dieser Elemente mit unterschiedlichsten Betonungen entstehen Variationen einer Grafik, die sowohl den Fluss der Worte, als auch die Strömung, gegen die es ans Ziel zu gelangen gilt, thematisieren.

Die Jury: Nathalie Mälzer-Semlinger, Christa Schuenke, Kristian Lutze

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Dr. Maike Albath und Gerlinde Schermer-Rauwolf
Preisträgerin Dr. Maike Albath (li.) und Gerlinde
Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des VdÜ (re.)
(Foto: Thomas Wollermann)

2006: Dr. Maike Albath

Am 4. Oktober wurde die diesjährige Barke bei der Eröffnung des Übersetzer-Zentrums auf der Frankfurter Buchmesse an die Berliner Kritikerin Dr. Maike Albath verliehen. Die Laudatio hielt Gerlinde Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des VdÜ.

In ihrer Dankrede gab Dr. Maike Albath ihrer Freude über den Preis Ausdruck und betonte noch einmal die Bedeutung der Literaturübersetzer für die Buchkultur. Sie würdigte insbesondere die Hingabe und Ernsthaftigkeit, mit der sie, ganz im Gegensatz zu dem hektischen, oft oberflächlichen Betrieb der Buchbranche, ihrer Arbeit nachgingen. Dieser Einstellung fühle auch sie als Rezensentin sich verpflichtet - eine implizite Aufforderung an ihre Kollegen, häufiger und eingehender auch den Beitrag der Literaturübersetzer zum literarischen Leben kritisch zu begleiten.
 

 

 

 

 

Die Jury:

Nathalie Mälzer-Semlinger, Christa Schuenke, Kristian Lutze und Thomas Stegers.

 

 

Der Preis:

Die Übersetzerbarke 2006, gestaltet von der Berliner Künstlerin Inka Gierden.

 

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Lucien Leitess
(Foto: Thomas Wollermann)

2005: Unionsverlag (Zürich)

verliehen am 19. Oktober 2006 bei der Eröffnung des Übersetzerzentrums auf der Frankfurter Buchmesse von der Vorsitzenden des VdÜ Gerlinde Schermer-Rauwolf an den Leiter des Unionsverlags Lucien Leitess (Foto).

Begründung:
Der VdÜ würdigt die beispielhaft ausführliche Vorstellung von Übersetzern in den Vorschaukatalogen und Presseinformationen sowie auf den Internetseiten des Verlages. So werden Literaturübersetzerinnen und –übersetzer als Urheber angemessen wahrgenommen und öffentlich sichtbar gemacht, eine Praxis, die Vorbild für alle Verlage sein könnte.

Die Jury: 
Gabriele Leupold, Kristian Lutze, Christa Schuenke und Thomas Stegers.

 

 

 

 


 

Der Preis    

Die Barke wurde von der Berliner Künstlerin Susanne Rosin gestaltetet und besteht aus einer Fotoserie von künstlerisch verfremdeten Übersetzerschreibtischen in einer Mappe, die zugleich die Bauanleitung für ein Pappschiff darstellt.

 

 

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Nikolaus Hansen
(Foto: Thomas Wollermann)

2004: marebuchverlag (Hamburg)

verliehen am 7. Oktober 2004 im Übersetzerzentrum der Frankfurter Buchmesse von der Vorsitzenden des VdÜ Helga Pfetsch an den Leiter des marebuchverlags Nikolaus Hansen (Foto).

 

Begründung: Der Verband honoriert eine in diesem Haus übliche Form der Übersetzernennung, wie sie sich die Literaturübersetzer und –übersetzerinnen seit langem bei allen Verlagen wünschen und wie sie ihrem Status als Urheber angemessen ist: Der Verlag weist in beispielhafter Form auf die Übersetzer seiner ausländischen Titel hin. Deren Name erscheint auf Einband und Titelseite. Darüber hinaus wird eine Kurzbiografie des Übersetzers abgedruckt – neben der des Autors.

 

 

 

Der Preis 

Das Objekt aus dem Holz des Holunderbaumes, der Lieblingspflanze des Hippokrates, stammt aus der Werkstatt des Münchner Künstlers Wolfgang Z. Keller.

 

 

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