Wir sind wer

 

 

 

Ob Verräter, Meisterfälscher oder Millionäre der Sprache: ohne die Übersetzer wäre "Weltliteratur" ein leerer Begriff. Was andere Völker denken und fühlen, erfahren wir aus ihren Literaturen, diese aber erschließen sich erst dank der Sprach- und Interpretationskunst der Übersetzer.

Seit der Goethe-Zeit gilt Deutschland als klassisches Übersetzerland. Heute ist fast jedes zweite belletristische Buch eine Übersetzung. Wir holen auf diese Weise nicht nur Welterfahrung in den eigenen Kulturkreis, übersetzte Literatur bildet auch einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor.

Literaturübersetzer sind Freiberufler. Sie übersetzen Belletristik, Sachbücher, wissenschaftliche Texte, Comics, Theaterstücke, Hörspiele, Filme und andere Werke, die einem breiten Publikum zugänglich sind. Literaturübersetzer sind Urheber ihrer Übersetzungswerke. Wie die Autoren genießen sie den Schutz des Urheberrechts.

Der VdÜ, gegründet 1954, ist der Berufsverband der Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer und vertritt ihre Interessen in der Öffentlichkeit, gegenüber den Vertragspartnern und deren Verbänden. Wir mischen uns ein. Die Zahl unserer Mitglieder steigt ständig, im Januar 2003 konnten wir das tausendste Mitglied begrüßen.

Die Verbesserung der rechtlichen und ökonomischen Bedingungen ist eines unserer wesentlichen Ziele, denn: "Dass man mit einem der wichtigsten Berufe, die unser Geistesleben kennt, seinen Lebensunterhalt in der Regel nicht bestreiten kann, ist im Grunde skandalös." (Exbundespräsident Roman Herzog)

Mitgliedern bieten wir Information, Weiterbildung, Rat und Unterstützung, Rechtsschutz.

Autoren und Übersetzer sind natürliche Verbündete. Der VdÜ ist eingebunden in den Verband deutscher Schriftsteller (VS) in der Gewerkschaft ver.di. Mitglieder gehören als Bundessparte Übersetzer im VS zugleich der Gewerkschaft an, die uns und unsere Verbandsarbeit unterstützt.

Der VdÜ lebt vom kollegialen Engagement seiner Mitglieder: Alle Mitglieder des Vorstands sind selbst Übersetzer und arbeiten ehrenamtlich; in zahlreichen Initiativen und regionalen Gruppen setzen sich Mitglieder aktiv für die gemeinsamen Interessen ein.