"Was ist die Kunst des Übersetzens?" - Kurzfilm des Vereins "SO_Übersetzen e. V."
Am Rande eines Übersetzungssymposions zum Thema "Literatur finden, übersetzen und verbreiten", das vom 4. bis zum 8. November 2009 in Zagreb stattfand und von dem Verein "SO_Übersetzen e. V." organisiert wurde, haben Übersetzerinnen und Übersetzer aus und in südosteuropäische Sprachen einen kleinen, feinen und facettenreichen Film zur "Kunst des Übersetzens" gemacht und auf YouTube online gestellt. Sehen Sie selbst, welchen Zugang verschiedene Kollegen zur Übersetzungskunst finden und wie vielfältig sie ihre Arbeit darstellen und erleben: www.youtube.com/watch?v=OKikFUcoEww.
ReLÜ (Rezensionszeitschrift für Literaturübersetzungen) feiert Geburtstag
Vor fünf Jahren als studentisches Projekt des Diplomstudiengangs Literaturübersetzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf entstanden, ist ReLÜ mittlerweile eine in der ganzen Branche angesehene Internetpräsenz, die sich der Beurteilung deutschsprachiger Übersetzungen in Kenntnis der Originaltexte widmet, d.h. die Stimmigkeit der Übersetzungen als eigenständiger Texte in den Blick nimmt. Neuerdings bespricht ReLÜ neben Buchrezensionen übersetzter Literatur auch wissenschaftliche Werke zum Übersetzen und bietet mit der Rubrik „Übers Übersetzen“ Interviews, Essays oder Werkstattberichte zum Thema der Übersetzung. Die Geburtstagsausgabe No. 10 erteilt hier schwerpunktmäßig den Übersetzern selbst das Wort. Besuchen Sie ReLÜ und freuen Sie sich an engagiert und fundiert praktizierter Übersetzungskritik: relue-online.de/neu.
VdÜ-Spots im "Eselsohr"
Die Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien "Eselsohr" bringt in diesem Jahr eine ganze Reihe von VdÜ-Spots, die verschiedene Schlaglichter aufs Übersetzen von Kinder- und Jugendbüchern werfen. Die Artikel finden sich in einer eigenen Rubrik unter dem Titel "Auf ein Wort". Hier die bislang erschienenen und demnächst erscheinenden Artikel im Format PDF zum Nach- und Vorlesen:
Maren Partzsch: "Lesen und Verstehen" im Januarheft 01/2010
Hinrich Schmidt-Henkel: "Umtriebige Garanten sprachlicher Qualität" im Februarheft 02/2010
Yvonne Hergane-Magholder: "Ein Wortvampir im Klassenzimmer" im Märzheft 03/2010
Sonja Fiedler-Tresp: "Mein Kumpel, die Buchreihe" im Aprilheft 04/2010
Kattrin Stier: "Unsichtbarkeit - Qualitätsbeweis und Fluch" im Maiheft 05/2010
Petra Dünges: "Kinderbücher, die nicht vom Himmel fallen" im Juniheft 06/2010
Andrea Kluitmann: "Fast wie in der Liebe" im Juliheft 07/2010
Isabel Bogdans Kolumnen zum Übersetzen
Zwischen März und Juni 2010 verfasste die in Hamburg lebende Literaturübersetzerin Isabel Bogdan insgesamt acht Übersetzungskolumnen, die zuerst unter dem Titel "Mit anderen Worten" im online-Feuilleton des TITEL-Magazins erschienen sind. Dort sind sie inzwischen leider nicht mehr online, doch können sie ab sofort auf isabelbogdan.de/kolumne nachgelesen werden.
"Es ist eine sehr unterschätzte Kunst: das Übersetzen. Oft lesen wir ein gutes Buch und freuen uns über die Sprache des Autors, selten wird uns bewusst, dass ein geschickter Vermittler die Strippen zieht, dass ein talentiertes Medium mit seinem ganzen Kopf- und Persönlichkeitseinsatz aus einem Original ein neues Original schafft. Weil das nicht deutlich genug gesagt werden kann", erinnert uns Isabel Bogdan immer wieder daran, "beiläufig oder auch hartnäckig", und immer meinungsstark und unterhaltsam.
"Übersetzen ist eine darstellende Kunst" (08.03.2010)
"Was wir übersetzen: Wörter, Sätze, Texte" (22.03.2010)
"Was Bücher mit Übersetzern machen" (12.04.2010)
"Unsichtbar" (26.04.2010)
"Lotterleben" (10.05.2010)
"Das Böse" (31.05.2010)
"Der Übersetzer. Im Jardin des Traducteurs" (14.06.2010)
"Wolfenbüttel" (21.06.2010)
Erster Band "Technisches Wörterbuch für die Arabische Welt" online
Ab sofort steht im Internet kostenlos der erste Band des "Technischen Wörterbuchs für die Arabische Welt" zur Verfügung. Das neue viersprachige technische Wörterbuch ist ein längerfristig und auf mehrere Bände angelegtes Projekt, das im Rahmen eines durch das BMZ beauftragten Regionalvorhabens durch die GTZ in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut betreut wird. Der erste Band beschäftigt sich mit dem Thema Kraftfahrzeugtechnologie und umfasst rund 4500 Begriffe aus dem Bereich der Kfz-Technik in den Sprachen Deutsch, Arabisch, Englisch und Französisch. Illustrationen und Begriffserläuterungen in arabischer Sprache erhöhen den Nutzwert noch zusätzlich. Ein interaktives Forum bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Nutzern über den Inhalt auszutauschen und gegebenenfalls auch Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge einzubringen. In wenigen Monaten soll der zweite Band zum Bereich „Wasser“ folgen. Weitere Themen sind in Planung: www.arabterm.org.
Passagen 1/2010 - aktuelles Magazin der Stiftung PRO HELVETIA mit Schwerpunkt Übersetzen
"Die Redewender. Zur Kunst des Übersetzens" - unter dieser Überschrift gibt die aktuelle Ausgabe des Kulturmagazins Passagen der Stiftung PRO HELVETIA Einblicke in die vielen Facetten des sprachlichen Kulturtransfers: Höllisch und zugleich großartig ist für den Japaner Fuminari Niimoto die Übersetzungsarbeit an Robert Walsers Texten. Spielerisch vergnügt
arbeitet dagegen der rumänisch-stämmige Autor Eugène an seiner Karriere als "Bilinguist" in der vielsprachigen Schweiz. Außerdem geht es um die Schwierigkeit, Kinderbuchillustrationen und Theaterproduktionen zu übersetzen, oder um die ökonomischen und politischen Kräfte, die am Übersetzungsmarkt spielen. Das ganze Heft Passagen Nr. 52 mit diesen und noch mehr Beiträgen können Sie hier als PDF-Datei (2 MB) herunterladen.
Rede anlässlich der Verleihung des Bremer Albatros-Preises 2009 an David Grossman und Anne Birkenhauer
Am 25. April 2010 wurde im Bremer Rathaus dem israelischen Autor David Grossman für seinen Roman "Eine Frau flieht vor einer Nachricht" und dessen deutscher Übersetzerin Anne Birkenhauer der Albatros-Preis 2009 verliehen. In seiner Laudatio lässt uns Helmut Frielinghaus an seiner Lektüre des preisgekrönten Romans in deutscher Übersetzung teilhaben und würdigt damit Autor wie Übersetzerin gleichermaßen [PDF].
Kulturreport Fortschritt Europa des Instituts für Auslandsbeziehungen (IfA)
33 Autoren aus 18 Ländern wie Ulrike Draesner, Slavenka Drakulić, Umberto Eco, Glenn Patterson, Dubravka Ugrešić u.v.a.m. beschäftigen sich in der Ausgabe 3/2010 des Kulturreports mit der Literatur in Europa und dem europäischen Buchmarkt. Sie schreiben über die Liebe zum Buch, untersuchen das Leseverhalten in Europa, diskutieren die Zukunft des gedruckten Wortes und gehen der Frage nach, ob es eine "europäische Literatur" gibt. In etlichen der Beiträge, etwa in "Warum ich trotzdem übersetze" von Holger Fock oder "To be translated or not to be" von Gabriella Gönczy, geht es auch direkt um das Thema der Literaturübersetzung. Der lesenswerte Kulturreport ist in fünf Sprachen erschienen und kann auf der Website des Instituts für Auslandsbeziehungen e.V. kostenlos als PDF heruntergeladen werden.
"Translation in Practice: A Symposium"
Im Februar 2008 versammelten sich im British Council in London englische und amerikanische Literaturübersetzer und Lektoren, um über "best practices" der literarischen Übersetzung ins Englische zu diskutieren. Dabei wurde kein Aspekt der Frage, wie man gemeinsam zu guten Übersetzungen gelangt, ausgespart, auch nicht das Thema der Honorierung der Arbeit. Das Ergebnis des Symposiums liegt seit April 2009 in Buchform vor. Der gemeinsame Leitfaden für Lektoren und Literaturübersetzer, der auch über den englischen Sprachraum hinaus bedenkenswerte Ideen zur Kooperation und Rollenverteilung zwischen den beiden Berufsgruppen enthält, kann seit kurzem auch frei als PDF im Netz heruntergeladen werden. Infos und Link zum PDF bei Dalkey Archive Press.
Christian Hansen zum Übersetzen von Roberto Bolaños "2666"
Im September 2009 hat Christian Hansen sich auf dem von Marvin Kleinemeier betriebenen Blog www.wilde-leser.de, das ganz der Lektüre des Werks des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolaño gewidmet ist, mehrfach zu seiner Übersetzung des epochalen Romans "2666" geäußert. Erst kürzlich wurde er mit dieser Übersetzung für den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 nominiert. In seinen kurzen Blog-Feuilletons plaudert Christian Hansen so interessant und lehrreich "aus dem Nähkästchen" des Übersetzers, dass wir Sie an dieser Stelle gern noch einmal dazu einladen möchten, die entsprechenden Seiten auf www.wilde-leser.de nachzulesen. Die Feuilletons in der zeitlichen Folge ihres Erscheinens:
"Lang kurz lang" http://www.wilde-leser.de/?p=458
"Faulfleischprosa" http://www.wilde-leser.de/?p=469
"Syntax, nicht Worte" http://www.wilde-leser.de/?p=494
"Sprachgewässer" http://www.wilde-leser.de/?p=523
Vera Bischitzkys Werkstattbericht zur Neuübersetzung der "Toten Seelen"
Für ihre Neuübersetzung von Gogols Roman "Tote Seelen" begab Vera Bischitzky sich vor geraumer Zeit auf eine "weite, beschwerliche gedankliche Reise an der Seite von Pawel Iwanowitsch Tschitschikow". Am Ziel dieser Reise an der Seite der Hauptfigur des 1842 im Original erschienenen Gogolschen Romans stand dessen siebzehnte deutsche Übersetzung, die der Verlag Artemis und Winkler 2009 herausbrachte. Als einen Beitrag zum Thema der Neuübersetzung von Klassikern der Weltliteratur können Sie Vera Bischitzkys ausführlichen Werkstattbericht, veröffentlicht auf der Seite des Verlags, nachlesen.
Reden zur Verleihung des Münchner Übersetzerpreises 2009 an Rudolf Hermstein
Am 16. Juni 2009 erhielt Rudolf Hermstein den Übersetzerpreis der Landeshauptstadt München. Wir freuen uns sehr, die Laudatio [PDF], die Helmut Frielinghaus auf unseren hochgeschätzten Kollegen hielt, sowie dessen Dankesrede [PDF] hier dokumentieren zu dürfen.
Aktueller Newsletter der FIT "Translatio" 2010, Nr. 1
Auf der Homepage der FIT (Fédération Internationale des Traducteurs) kann der aktuelle Newsletter des internationalen Übersetzerverbandes heruntergeladen werden. Der zweisprachige (englisch- und französischsprachige) Newsletter enthält auf 20 Seiten Informationen und Artikel zu Schwerpunkten der internationalen Arbeit des Verbandes. [mehr] (PDF)
Weltempfänger 6/2010
Ganz frisch: Die sechste und aktuelle litprom-Bestenliste mit den 7 besten Büchern in deutscher Übersetzung von Autorinnen und Autoren aus Afrika, Asien und Lateinamerika. [mehr]
Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Übersetzung
Aktualisierung 18.3.2010: Glückwunsch an Ulrich Blumenbach, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Übersetzung ausgezeichnet wurde.
Die fünf Nominierten im Porträt:
- Ulrich Blumenbach für die Übersetzung von David Foster Wallace, "Unendlicher Spaß" (Kiepenheuer & Witsch)
- Christian Hansen für die Übersetzung von Roberto Bolaño, "2666" (Hanser)
- Grete Osterwald für die Übersetzung von Hédi Kaddour, "Waltenberg" (Eichborn)
- Rosemarie Tietze für die Neuübersetzung von Lew Tolstoi, "Anna Karenina" (Hanser)
- Hubert Witt für die Übersetzung von Abraham Sutzkever, "Wilner Diptychon" (Ammann) (Bd. 1: Wilner Getto 1941–1944; Bd. 2: Gesänge vom Meer des Todes)
verfasst von: Miriam Mandelkow, Luis Ruby, Uli Aumüller, Burkhart Kroeber, Christa Schuenke.
Shortlist des Coburger Rückert-Preises 2010 veröffentlicht
Am 31. Januar 2010, dem 144. Todestag Friedrich Rückerts, wurden in Coburg die Nominierungen für den Preis bekannt gegeben, den die fränkische Stadt dem Dichter, Orientalisten und Übersetzer gewidmet hat und den sie im Rahmen eines Festakts am 16. Mai, Rückerts 222. Geburtstag, in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal vergibt. Auf der Shortlist stehen die zeitgenössischen iranischen Lyriker Mohammad-Resâ Schafi’i-Kadkani und Essmâ’il Cho’i sowie die Erzählerin Moniru Ravanipur und der Romancier Mandanipur. Lesen Sie eine Würdigung des Preises und ausführliche Porträts der diesjährigen Nominierten unter besonderer Berücksichtigung der übersetzerischen Vermittlung ihrer Werke in einem Artikel von Kurt Scharf, der von 1973 bis 1979 am Goethe-Institut in Teheran tätig war, daneben selbst Gedichte aus dem Persischen übersetzt und verschiedene Anthologien zur persischen Lyrik herausgegeben hat: Neue "Östliche Rosen" aus Coburg.
"Urheberrecht
im Alltag" von irights.info
Das geballte Wissen der iRights.info-Website zum Urheberrecht in der digitalen
Welt gibt es nun auch als Buch. Die Redaktionsmitglieder haben die wichtigsten
Texte aktualisiert und für die Buchausgabe bearbeitet. Das 385 Seiten starke
Werk trägt den Titel "Urheberrecht im Alltag" und wurde in Zusammenarbeit
mit der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegeben.
Valie Djordjevic, Robert A. Gehring, Volker Grassmuck, Till Kreitzer, Matthias
Spielkamp (Hg.): Urheberrecht im Alltag. Kopieren, bearbeiten, selber machen,
Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 2008.
Das 385 Seiten starke Buch kann für eine Bereitstellungspauschale von 2.-
Euro direkt bei der Bundeszentrale
für politische Bildung bestellt werden.
Gratis-PDF-Version (14,4 MB) unter irights.info.
Fünf österreichische Berufsverbände für Übersetzer und Dolmetscher betreiben neue Internetplattform translationsplattform.at
Pünktlich zum Internationalen Übersetzertag 2009 lancierte ein Zusammenschluss von fünf österreichischen Berufsverbänden für Übersetzer und Dolmetscher, darunter auch die Übersetzergemeinschaft – Interessengemeinschaft von Übersetzerinnen und Übersetzern literarischer und wissenschaftlicher Werke, unser direkter Schwesterverband in Österreich, ihre gemeinsame Plattform translationsplattform.at. Die Website informiert über alle vertretenen Verbände und erklärt, wo welche Übersetzungsprofis gefunden werden können. Die Plattform wird laufend um Wissenswertes rund um diesen vielfältigen Beruf erweitert. „Wir verstehen uns als umfassende Informationsquelle für Menschen, die sich über unseren Beruf informieren möchten oder professionelle Dienstleistungen im Bereich Dolmetschen und Übersetzen suchen“, so Mag. Eva Holzmair-Ronge (UNIVERSITAS Austria), die Initiatorin des Projekts. [mehr]
Ein Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung
Auf der Literaturseite des Feuilletons der SZ vom 27. Oktober 2009 las man am Ende einer Besprechung von Lew Tolstois Roman „Anna Karenina“, den Rosemarie Tietze neu übersetzt hat, die erstaunliche Behauptung: „Vor dem Gewicht einer solchen Zeitanalyse spielt die Qualität einer Übersetzung kaum eine Rolle.“ Die Rezensentin Hannelore Schlaffer, emeritierte Literaturprofessorin an der Universität München, meint offenbar, je größer und bedeutender ein literarisches Werk ist, desto weniger komme es auf die Sprache an. Dazu haben Burkhart Kroeber und Studierende des Aufbaustudiengangs Literarisches Übersetzen der LMU München (wo Kroeber z.Zt. ein Seminar leitet) einen Leserbrief verfaßt, den abzudrucken, auch in gekürzter Form, die Zeitung bislang nicht für nötig hielt. Lesen Sie hier [die ungekürzte Fassung des Leserbriefes].
CEATL: Fürsprache für den in der Türkei
inhaftierten Übersetzerkollegen Tonguç Ok
CEATL-Präsident Martin de Haan hat sich am 4.10.2009 mit gleichlautendem
Schreiben an das türkische Justizministerium, das Referat Vollzug beim Justizministerium
der Türkei und an den Direktor der Haftanstalt in Kandira/Kocaeli gewandt,
um den dort inhaftierten kurdischsprachigen Literaturübersetzer Tonguç Ok
in seinem Anliegen zu unterstützen, ungehindert Zugang zu fremdsprachiger
Literatur zu erhalten und seinen Beruf auch im Gefängnis ausüben zu
können. Im Brief des CEATL heißt es u.a.: "Similarly, we hope that
translations made by prisoners from Turkish into other languages can be
sent to publishers, newspapers and magazines out-side the prison walls,
unimpeded, either financially or otherwise." Der gesamte Brief ist nachzulesen
unter http://www.ceatl.eu/docs/Letter_Tonguc_Ok_051009.pdf
Goldene Ehrenmedaille der Stadt Zürich an
Fritz Senn
In Anerkennung seines kulturellen Lebenswerks, namentlich für seine einzigartige literarische Vermittlungstätigkeit, ist Fritz Senn vom Zürcher Regierungsrat mit der Goldenen Ehrenmedaille ausgezeichnet worden. Der in Zürich wohnhafte 81-jährige Senn hat sich zeitlebens mit dem irischen Schriftsteller James Joyce befasst. 1967 rief er die seither regelmässig stattfindenden James Joyce Symposien ins Leben. Seit 1985, dem Jahr der Gründung der Zürcher James Joyce Stiftung, steht Senn ihr als Direktor vor. Dank seiner Qualifikation als überragender Joyce-Experte und seiner ansteckenden Begeisterung sei diese Institution eine weltweit anerkannte, einzigartige Arbeits- und Begegnungsstätte geworden, heißt es in einem Communiqué des Zürcher Regierungsrats. Es sei Senns besonderes Verdienst, Joyces Werk aus der Enge akademischer Stuben befreit und einem breiteren Publikum nahegebracht zu haben. Wir gratulieren Fritz Senn sehr herzlich zu dieser Ehrung! Als Übersetzer danken wir ihm darüber hinaus für ein weiteres besonderes Verdienst: sein seit Jahren währendes Engagement für das Übersetzen und für uns Übersetzer.
Fritz Senn als unser Anreger, Mentor, Wegbegleiter - dazu einige Gedanken
von Ulrich Blumenbach nebst fotografischen Belegen. [mehr]
Französische Staatsauszeichnung für Elisabeth Edl
Die in München lebende Romanistin und Übersetzerin Elisabeth Edl, die im Mai 2009 zum ordentlichen Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gewählt wurde, ist soeben vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation zum Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres ernannt worden. Mit dieser Auszeichnung ehrt die Republik Frankreich „Persönlichkeiten, die sich auf außergewöhnliche Weise im künstlerischen bzw. literarischen Bereich oder durch ihren Beitrag zur Stärkung der Ausstrahlungskraft der Kultur in Frankreich sowie weltweit verdient gemacht haben.“ Die als Übersetzerin und Herausgeberin französischer Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts bereits mehrfach (u.a. mit dem Paul Celan-Preis, dem Petrarca-Preis, dem Hieronymus-Ring des VdÜ, dem Johann Heinrich Voß-Preis und dem Österreichischen Staatspreis) ausgezeichnete Elisabeth Edl zählt u.a. Stendhal, Gustave Flaubert, Julien Green, Patrick Modiano und Philippe Jaccottet zu ihren Autoren. Der VdÜ gratuliert der Viel- und Neugeehrten aufs herzlichste!
China im Kopf - China in der Literatur - China
als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse
Zur Einstimmung auf den diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse
China hat die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien
und Lateinamerika e. V. auf ihrer Website www.litprom.de ein "China
Spezial" eingerichtet. Angefangen vom Online-Katalog "Quellen", in dem alle in
deutscher Übersetzung lieferbaren Titel aufgelistet sind über Rezensionen
in den "LiteraturNachrichten" bis zu Veranstaltungen finden alle Interessierten
jede Menge Wissenswertes.
Veranstaltungshinweise zum Buchmessenschwerpunkt China
In der Öffentlichkeit wird Chinas Rolle als Ehrengast der Messe teils kontrovers diskutiert. Aus gegebenem Anlass haben wir eine Übersicht über einschlägige Veranstaltungen zusammengestellt, die freilich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt [mehr]
Zum Tod von Angela Praesent (gest. am 20. Juni 2009)
Stimmen aus dem Verband: Nachrufe von Thomas Gunkel und Sabine Hedinger. [mehr]
Weltlesebühne online
Die Weltlesebühne hat seit kurzem ihre eigene Website, aufrufbar unter weltlesebuehne.de. [mehr]
Französische Staatsauszeichnung für Waltraud Schwarze
Waltraud Schwarze ist vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation zum "Chevalier dans l'Ordre des Arts et des Lettres" ernannt worden. Der Orden für Kunst und Literatur der Republik Frankreich wird an Personen verliehen, die sich durch ihr Schaffen im künstlerischen oder literarischen Bereich ausgezeichnet und sich um die Ausstrahlung der Künste und der Literatur in Frankreich und in der Welt verdient gemacht haben. Die studierte Romanistin und Bibliothekswissenschaftlerin Waltraud Schwarze, die über 30 Jahre im Aufbau Verlag die Literatur aus den romanischen Sprachen betreute, lebt als Übersetzerin und freie Lektorin in Berlin. Wir gratulieren!
Zweisprachiges Poesiejahrbuch Nord-Süd-Passage erscheint ab sofort im Internet
Die französisch-deutsche Revue dokumentiert die Arbeit der Poesie- und Übersetzungsprojekte von Passage&Co.. Die an zehn gedruckte Jahrgänge sich anschließende erste Online-Ausgabe Nord-Süd-Passage 11/2008 versammelt Texte und Nachdichtungen, die im Laufe des Jahres 2008 bei den von Passage & Co. initiierten deutsch-französischen Autorentreffen in Romainmôtier (CH), Hamburg (D) und Marseille (F) entstanden sind. Sie lässt sich gratis als pdf-Datei aus dem Netz herunterladen. [mehr]
"Wer
die Welt lesen will, muss sie verstehen.
Wir arbeiten daran": Überarbeitete Fassung
Die VdÜ-Broschüre,
die bereits in ihrer ersten Version die prosaischen
und poetischen Seiten des Literaturübersetzens beleuchtet und einen
informativen Beitrag zur Diskussion um eine Verbesserung der desolaten
Einkommenssituation von Übersetzern geliefert hat, liegt jetzt in einer
aktualisierten, überarbeiteten Fassung vor. Sie kann hier als
PDF heruntergeladen werden. Für Veranstaltungen u.ä. können Sie
die
Broschüre auch in gedruckter Form anfordern bei
martina.kempter@literaturuebersetzer.de.
Für
einen Kontinent der Übersetzungen - Ein gemeinsamer Aufruf
europäischer Intellektueller
Am 20. und 21. November beriet die Europäische Union über eine
Initiative zugunsten der Übersetzung. Dazu erschien in verschiedenen
europäischen Zeitungen folgender Appell [PDF].
Der VdÜ gehört inzwischen ebenfalls zu den Unterzeichnern. Auf der Website www.plus-dune-langue.eu haben auch einzelne Mitglieder die Möglichkeit, den Aufruf zu unterschreiben.
Preis der Leipziger Buchmesse 2009 in der Kategorie Übersetzen
Die fünf Nominierten im Portrait:
- Michael Kellner für die Übersetzung von William S. Burroughs, "Naked Lunch" (Nagel & Kimche)
- Esther Kinsky für die Übersetzung von Olga Tokarczuk, "Unrast" (Schöffling & Co.)
- Susanne Lange für die Neuübersetzung von Cervantes, "Don Quijote von der Mancha" (Hanser)
- Hans-Christian Oeser für die Übers. von Maeve Brennan, "Der Morgen nach dem großen Feuer" (Steidl)
- Eike Schönfeld für die Übersetzung von Saul Bellow, "Humboldts Vermächtnis" (Kiepenheuer & Witsch)
verfasst von: Richard Barth, Stefanie Jacobs, Alice Jakubeit, Silke Kleemann und Elke Link
Aktualisierung: Am 12. März 2009 wurde Eike Schönfeld mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung ausgezeichnet.
Bundesverdienstkreuz an Helga Pfetsch
Am 11. Februar 2009 wurde Helga Pfetsch in Heidelberg der Bundesverdienstorden verliehen. Wir gratulieren von Herzen! Eine Laudatio von Hinrich Schmidt-Henkel.
Matthias Jendis ist tot
Am 22. Januar 2009 ist in Göttingen überraschend unser Kollege Matthias Jendis gestorben. Ein Nachruf von Christa Schuenke.
Zwei Nachrufe auf Doris Kilias
Von Larissa Bender und Petra Dünges.
Zum Tode von Carl Koß
Ein Nachruf auf unseren 2008 verstorbenen Kollegen von Monika Carbe.
Kampf um eine angemessene Vergütung
Peter Klöss berichtet in der MDÜ 5/2008 über aktuelle Herausforderungen für Literaturübersetzer. [mehr]
Übersetzen literarischer und wissenschaftlicher Werke - Die Kunst der Nachdichtung
Die aktuelle Ausgabe der MDÜ, der vom Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) herausgegebenen Fachzeitschrift, widmet sich dem Thema der Übersetzung literarischer und wissenschaftlicher Werke. Näheres unter www.bdue.de, wo die Zeitschrift auch direkt bestellt werden kann.
Drei Bundesverdienstkreuze für Übersetzer
Gleich drei unserer Kollegen wurden in diesen Tagen mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet: Ragni Maria Gschwend, Helmut Frielinghaus und Klaus-Jürgen Liedtke. Allen dreien gratuliert der VdÜ von ganzem Herzen! Ausführliche Portraits der Geehrten hier: Ragni Maria Gschwend, Helmut Frielinghaus und Klaus-Jürgen Liedtke.
Zum Tode von Renate Chotjewitz Häfner
Der Verband deutscher Schriftsteller (VS) in Hessen trauert um seine stellvertretende Vorsitzende Renate Chotjewitz Häfner. Die Autorin, Übersetzerin und Publizistin ist am Montag, den 24.11.2008, im Alter von 71 Jahren in Frankfurt am Main verstorben. [Pressemeldung, PDF]
Engagement für den zweiten Autor
Seit mehr als fünf Jahrzehnten setzt sich der Verband deutschsprachiger Übersetzer für die Interessen seiner Berufsgruppe ein. Er ist seit 2002 Mitglied im Arbeitskreis für Jugendliteratur. Ein Artikel von Nicola Bardola, mit freundlicher Genehmigung der Zeitschrift JuLit - Fachzeitschrift zur Kinder- und Jugendliteratur. [mehr]
Ursula Brackmann zum 80. Geburtstag
Im Oktober 2008 feierte Ursula Brackmann (Foto) in Stuttgart ihren 80.
Geburtstag.
Zwei Gratulationen von Otto
Bayer und Susanne
Höbel.
"Übersetzen" mit
neuer Redaktion und im neuen Gewand
Voraussichtlich
im Juli erscheint das erste Heft unserer Zeitschrift "Übersetzen" mit
neuer Redaktion und im neuen Gewand. Kathrin Razum hat nach zehn Jahren verdienstvoller
Redaktionsarbeit den Stab an Sabine Baumann in Frankfurt am Main weitergereicht.
Die Rubrik "Rezensionen" wird künftig von Anke Burger betreut. [mehr]
Elke Wehr gestorben
Am 27. Juni 2008 ist unsere Kollegin Elke Wehr im Alter von 62 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
Preis der Leipziger Buchmesse
2008 in der Kategorie Übersetzung
Porträts der Nominierten (von Tanja Handels und
Elke Link)
- Elisabeth Edl für Stendhal: Die Kartause von Parma (Carl Hanser Verlag)
- Frank Heibert für Richard Ford: Die Lage des Landes (Berlin Verlag)
- Gabriele Leupold für Warlam Schalamow: Durch den Schnee. Erzählungen aus Kolyma 1 (Matthes & Seitz Berlin)
- Kurt Steinmann für Homer: Die Odyssee (Manesse)
- Fritz Vogelgsang für Joanot Martorell: Der Roman vom Weißen Ritter Tirant lo Blanc (S. Fischer Verlag)
Aktualisierung: Am 13. März 2008 wurde Fritz Vogelgsang mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung ausgezeichnet.
Neuübersetzen – warum und wie? Eine Erwiderung, nicht nur auf Felix Philipp Ingold
Von Christa Schuenke
Unter der Überschrift „Jede Neuübersetzung ist eine Nachübersetzung“ beantwortet Felix Philipp Ingold sich selbst und den Lesern der NZZ die interessante Frage, wie literarische Übersetzer mit der Arbeit ihrer Vorgänger umgehen könnten. Man darf wohl annehmen, dass diese Frage den Lesern der NZZ schon lange auf den Nägeln brennt, und die literarischen Übersetzer als unmittelbar Betroffene haben natürlich geradezu nach Antworten gedürstet. [mehr]
Homer und der Panzergeneral
„Mitunter fühlte man sich unter den Übersetzern in Dallas an die Familiarität belächelter Subkulturen wie die von Modelleisenbahn-Freaks, Gamern oder des Science-Fiction-Fandoms erinnert. Doch während dort der Preis dieser Nestwärme eine nicht selten erstickende Weltfremdheit ist, verhält es sich bei der Wagenburgmentalität der amerikanischen Literaturübersetzer gerade andersherum: Gerade ihre Weltläufigkeit macht sie zu Sonderlingen, leben sie doch in einer Gesellschaft, in der 53 Prozent aller Erwachsenen einer Erhebung des National Endowment for the Arts zufolge im letzten Jahr kein belletristisches Buch in die Hand genommen haben, geschweige denn ein übersetztes.“
Denis Scheck berichtet von der 30. Jahrestagung der American Literary Translators Association (ALTA) in Dallas. [mehr]
Nachruf auf Hans Wollschläger
von Ulrich Blumenbach [mehr]
Beiträge "Lost in translation - Der Einfluss von Übersetzungen auf die deutsche Sprache"
Die Beiträge des Symposiums "Lost in translation - Der Einfluss
von Übersetzungen auf die deutsche Sprache", das auf der diesjährigen
Leipziger Buchmesse stattgefunden hat und vom VdÜ konzipiert und
gemeinsam mit der Deutschen Literaturkonferenz organisiert wurde, sind
da. Nachzulesen hier.
Nachruf: Ray-Güde Mertin (gest. am 13. Januar
2007)
von Bärbel Flad [mehr]
Nachruf: Hildegard Grosche (gest. am 25. Dezember 2006)
von Lerke von Saalfeld [mehr]
Übersetzer sind die Autoren der Weltliteratur
Ist der Übersetzer ein Autor? Das Urheberrecht noch einmal bekräftigt im Urhebervertragsrecht von 2002 -, indem es Übersetzer zu den Werkschöpfern und damit Urhebern zählt. Warum das so ist, erläutern Holger Fock, Burkhart Kroeber und Christa Schuenke aus verschiedenen Perspektiven und geben damit Einblick in ihre Arbeit.
Weitere Essays "Übers Übersetzen" finden Sie
auch auf der Website von Josef
Winiger.
Und auch der Unionsverlag findet: "Ohne Übersetzer
keine Weltliteratur".