Helmut Frielinghaus

portraitiert von Elke Link

Unter Qualen brachte er seine erste Übersetzung hinter sich – und freute sich sehr über einen gütigen Lektor, der „in Ordnung brachte, was nicht in Ordnung war“. Diese erste Übersetzung (aus dem Spanischen) von Helmut Frielinghaus, der in den 50er Jahren als junger Mann in einer internationalen Buchhandlung in Madrid arbeitete, wurde dann alle zehn Jahre neu aufgelegt.

Obwohl er sich daraufhin zunächst an Reiseführern und auch einem Buch über den Stierkampf übte und dann, zurück in Deutschland, spanische Romane (u.a. Rafael Sánchez-Ferlosio, Max Aub, Ramiro Pinilla) übersetzte, wurde das Übersetzen nicht zu seiner primären Profession. Die Tätigkeit als Lektor und Verlagsleiter nahm weit mehr Zeit in Anspruch.

Seit 1991 ist er freiberuflicher Lektor (Günter Grass, Anna Mitgutsch), Übersetzer auch aus dem Englischen (Raymond Carver, John Updike, William Falkner) und Journalist (Frankfurter Rundschau, Theater heute, NZZ).

Von 1995 bis 2002 lebte er in New York und schrieb von dort aus mehrere Artikel über die Anschläge vom 11. September 2001 für die NZZ. Heute lebt er in Hamburg und arbeitet hauptberuflich als Lektor.

 

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Siehe auch Meldung im Hamburger Abendblatt: Bundesverdienstkreuz für Übersetzer Helmut Frielinghaus