ÜBERSETZERPREISE DER BOTSCHAFT VON SPANIEN
Am 9. November 2007 hat eine Jury, zusammengesetzt aus Übersetzern und hochrangigen Vertretern der deutschen Hispanistik, den 9. Übersetzerpreis der Botschaft von Spanien vergeben. Dieser Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und in zwei Kategorien verliehen: an erfahrene und an angehende Übersetzer. In der Kategorie “erfahrene Übersetzer” wurde der Preis an Thomas Brovot für die Übersetzung von “Die wunderbare Schustersfrau” von Federico García Lorca vergeben. Der Preis in der Kategorie “angehende Übersetzer” ging an Matthias D. Borgmann für seine Übersetzung von „Die genussvollen Geständnisse des dicken Monchón“ von Jesús Ruiz Mantilla.
Die Übersetzerpreise der Botschaft von Spanien sind derzeit die wichtigsten Auszeichnungen im Bereich der Übersetzung von Werken spanischer Autoren ins Deutsche. Das Preisgeld beträgt 6.000 Euro in der Kategorie “erfahrene Übersetzer” und 2.500 Euro in der Kategorie “angehende Übersetzer”.
Die Jury hat bei Thomas Brovot die ausserordentliche Qualität der Übersetzung dieses Theaterstücks, das ein Hauptwerk in der modernen spanischen und europäischen Literatur darstellt, besonders geschätzt. Thomas Brovot erschafft einen eigenen Rhythmus der dramatischen Sprache, der zugleich dem spezifischen Stilcharakter Lorcas treu bleibt. Diese Übersetzung wird dem deutschsprachigen Publikum den Zugang zu einem authentischeren Lorca ermöglichen.
Die Jury hat in der Übersetzung von Matthias D. Borgmann die passenden und kreativen Lösungen sowie die Fähigkeit bei der Wiedergabe stilistischer Effekte wie der Ironie und den schwarzen Humor des Originaltextes hervorgehoben. Matthias D. Borgmann erreicht durch seine Übersetzung, dass dem Leser interessante Aspekte der alltäglichen spanischen Realität näher gebracht werden.
Mit den sieben vorhergehenden Preisen an erfahrene Übersetzer wurden Übersetzungen von Wilfried Böhringer (Wolfsmond, Julio Llamazares, 1991), Peter Schwaar (Die Wahrheit über den Fall Savolta, Eduardo Mendoza, 1993), Willi Zurbrüggen (Der polnische Reiter, Antonio Muñoz Molina, 1995), Elke Wehr (Mein Herz so weiß, Javier Marías, 1997) und Thomas Brovot (Die Marx-Saga, Juan Goytisolo, 1997), Rudolf Wittkopf (Bluthochzeit, Federico García Lorca, 1999), Carina von Enzenberg (Geschriebene Leben, Javier Marías, 2001), Stefanie Gerhold und Albrecht Buschmann (Bittere Mandeln, Max Aub, 2003) und Susanne Lange (Wirklichkeit und Verlangen, Luis Cernuda, 2005) ausgezeichnet.
Für Rückfragen steht Ihnen die Kulturabteilung der Botschaft von Spanien (Lichtensteinallee 1, 10787 Berlin, Tel.: 030-254007151; Fax: 030-254007700; e-mail: kultur@spanischebotschaft.de) zur Verfügung.