Bayerischer Kunstförderpreis in der Sparte Literatur 2008 für Luis Ruby
Die Bayerischen Kunstförderpreise in der Sparte Literatur 2008 stehen fest. Drei Preise mit je 5.000 Euro, einer davon dotiert von der Kester-Haeusler-Stiftung, Fürstenfeldbruck, gehen in diesem Jahr an die Lyrikerin Karin Fellner, die Schriftstellerin Stefanie Geiger für ihren Debütroman „Der Eisfürst“ und den Übersetzer Luis Ruby. „Die Preisträger in diesem Jahr stehen für die Vielfalt literarischen Schaffens in Bayern. Besonders erfreulich ist, dass der Bereich der literarischen Übersetzung durch einen Förderpreis zur Geltung kommt“, sagte Kunstminister Thomas Goppel am Freitag zu den Vorschlägen der unabhängigen Jury.
Die Jury würdigte Luis Rubys, Anglist und Hispanist, höchst gelungene literarische Erstübersetzung von Carlo Frutteros Kriminalroman „Donne informate sui fatti“ mit dem Titel „Frauen, die alles wissen“, erschienen 2008 bei Piper. Der Übersetzer sei besonders durch die Entwicklung verschiedener Figurenstimmen in dem multiperspektivischen Roman gefordert gewesen. Die Jury befürwortet die Auszeichnung im Bereich der literarischen Übersetzung in diesem Jahr besonders, weil mit dieser Auszeichnung auch ein Signal für die derzeitige Diskussion über die Situation der Übersetzer auf dem freien Buchmarkt erfolge.
Der Bayerische Kunstförderpreis soll begabte Nachwuchsautoren und -autorinnen auf ihrem eingeschlagenen Weg bestärken und sie zur weiteren schriftstellerischen Entwicklung ermutigen. Die Preisträger müssen durch literarische Veröffentlichungen hervorgetreten sein, in Bayern wohnen und dürfen höchstens 40 Jahre alt sein. Kunstminister Thomas Goppel wird alle Bayerischen Kunstförderpreise, die auch an Künstler in den Sparten Bildende Kunst, Musik und Darstellende Kunst verliehen werden, am 17.9.2008 in der Münchener Residenz überreichen.
Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, 29.8.2008