Deutscher Übersetzerfonds
c/o LCB, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin

Jeder zu übersetzende Text entführt in seine eigene Welt – und so begleitet den Literaturübersetzer lebenslanges Lernen. Doch läßt der Alltag nie genug Luft, damit sich der Übersetzer mit der gebotenen Sorgfalt auf eine neue Sonder- oder Fachsprache einläßt, ein neues Themenfeld beackert. Oder gar eine seit Jahren brachliegende Fremdsprache reaktiviert und so seine beruflichen Chancen mehrt.

Um professionellen Literaturübersetzern einen solchen „Bildungsurlaub“ zu ermöglichen, schreibt der Deutsche Übersetzerfonds das

Luise-Adelgunde-Victorie-Gottsched-Stipendium

aus. Der Stipendiat erhält den Betrag von € 3.000 und kann sich eine Zeitlang gezielt und konzentriert um seine persönliche Weiterbildung kümmern.

Für die Bewerbung sind einzureichen (in siebenfacher Ausfertigung):

• Kurzbiographie, beruflicher Werdegang
• ausführliche Bibliographie
• Planskizze für das Bildungsvorhaben
• 10 Manuskriptseiten einer Übersetzung aus jüngerer Zeit
• Kopie der entsprechenden Stelle des Originals
• Angaben über gleichzeitige Stipendienanträge bei anderen Stellen sowie über bisherige Stipendien

Anschrift:
Deutscher Übersetzerfonds
c/o Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
14109 Berlin
mail@uebersetzerfonds.de
www.uebersetzerfonds.de

Einsendeschluß: 31. März und 30. September

Luise Adelgunde Victorie Gottsched (1713-1762), Übersetzerin von Pope, Molière, Addison u.a., Verfasserin von Satiren, Rezensionen und gewitzten Vorreden, galt als eine der geistreichsten und gebildetsten Frauen Ihrer Zeit. Lessing rühmte: „Sie schrieb ihre Muttersprache gewiß um sehr viel besser als ihr lieber Gatte“. Dennoch musste die „Gottschedin“ heimlich vor der Tür draußen sitzen, wenn sie, als Frau, den Vorlesungen ihres Mannes an der Universität lauschen wollte.