Literaturübersetzer/innen sind durch die Berner Konvention und die Nairobi-Erklärung der UNESCO Autoren gleichgestellt. Sie sind die Urheber ihrer deutschen Texte.

Sie müssen deshalb genannt werden, wenn aus ihrer Übersetzung zitiert oder gelesen wird.

Auch sonst soll mit dem deutschen Titel einer Übersetzung immer auch der Name des Übersetzers genannt werden, so etwa in den bibliografischen Angaben eines übersetzten Buches, in Ankündigungen und Rezensionen. Als schlichte Regel dient hier eines der „Sechs Gebote zum fairen Umgang mit Literaturübersetzern“, die der Rat der Europäischen Literaturübersetzerverbände CEATL aufgestellt hat:

Als Autor der Übersetzung wird der Übersetzer überall namentlich genannt, wo der Autor des Originals genannt ist.

Für Literaturfestivals und Lesungen bedeutet das:

  1. In der schriftlichen Ankündigung einer Lesung aus einer Übersetzung ebenso wie auf Plakaten, Flyern, anderen gedruckten Werbemitteln und im Internet wird neben Autor und deutschem Titel der Name des Übersetzers genannt.
  2. Bei der Anmoderation einer Lesung aus einem übersetzten Buch wird der Name des Übersetzers vom Moderator bzw. dem vorlesenden Sprecher genannt.
  3. Die Begriffe „Übersetzer“ und „Dolmetscher“ werden korrekt verwendet: Als „Übersetzen“ bezeichnet man die schriftliche Übertragung eines Texts in eine andere Sprache, als „Dolmetschen“ die mündliche Übertragung (simultan oder konsekutiv).

Diese Handreichung gibt es als PDF zum Herunterladen.